Company Brain und Kontext

Was ist Context Engineering? Definition und Praxisbeispiel

Kurz erklärt

Context Engineering ist die Arbeit, einem KI-Modell für eine Aufgabe genau den richtigen Kontext zu geben: Ziel, geltende Regeln und nötiges Wissen. Es geht weniger um die Formulierung des Prompts als darum, was das Modell beim Antworten weiss.

Warum es zählt: Die Qualität einer KI-Antwort hängt mehr am Kontext als an der Formulierung der Frage.

Prompt Engineering

Wie formuliere ich die Frage?

Context Engineering

Was weiss das Modell beim Antworten?

Prompt Engineering und Context Engineering im Vergleich

Warum ist Context Engineering wichtig für dein Unternehmen?

Ein Modell kennt eure Firma nicht. Es weiss nicht, was letzte Woche entschieden wurde, welche Preise gelten oder welche Kunden Vorrang haben. Fehlt dieser Kontext, füllt es die Lücke mit plausiblen Annahmen.

Context Engineering wählt aus, prüft und kürzt, was ein KI-Agent für eine Aufgabe braucht. Zu wenig Kontext führt zu Raten, zu viel zu Verwirrung. Für eine Firma wird daraus eine Führungsfrage: Wer legt fest, welcher Stand gilt?

Praxisbeispiel: Ein KI-Agent entwirft das Board-Update

Ein KI-Agent soll das monatliche Board-Update entwerfen. Er bekommt nur den Prompt «Fasse den Monat zusammen» und Zugriff auf alle Dokumente. Er findet die alte Roadmap mit «USA 2027» und schreibt sie als Plan ins Update.

Mit Context Engineering bekommt der Agent gezielt den Entscheid «Strategie 2027: Fokus DACH-Mittelstand, keine US-Expansion», die aktuellen Zahlen und das letzte Update als Vorlage. Der Entwurf folgt dem geltenden Stand, und die Prüfung dreht sich um Formulierungen statt um die Strategie.

3 häufige Fehler, die du vermeiden solltest

  • Alles in den Kontext kippen

    Mehr ist nicht besser. Veraltete und widersprüchliche Dokumente lenken das Modell ab und landen in der Antwort.

  • Nur am Prompt feilen

    Eine bessere Formulierung ersetzt kein fehlendes Wissen. Steht der Entscheid nicht im Kontext, kann das Modell ihn nicht kennen.

  • Kontext pro Person pflegen

    Wenn jede Person eigene Notizen und Prompts mitgibt, arbeiten KI-Agenten mit verschiedenen Wahrheiten. Geteilter Kontext braucht Verantwortliche.

Schritt für Schritt

  1. 1

    Die Aufgabe klären

    Was soll am Ende vorliegen, und für wen?

  2. 2

    Nötigen Kontext bestimmen

    Welche Entscheide, Regeln und Quellen braucht diese Aufgabe, und welche nicht?

  3. 3

    Den Stand prüfen

    Nur geltende, freigegebene Inhalte gehen an das Modell.

  4. 4

    Ergebnisse auswerten

    Liegt eine Antwort daneben, fragt zuerst: Was fehlte im Kontext?

Bring einen wichtigen Entscheid mit.

In 30 Minuten mit Marc oder Simon zeigen wir, wo eure Arbeit heute vom Entscheid abweicht.

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