KI-Agenten und Technik

Was ist ein Knowledge Graph? Definition und Praxisbeispiel

Auch: Wissensgraph

Kurz erklärt

Ein Knowledge Graph speichert Wissen als Netz: Dinge wie Kunden, Projekte und Entscheide sind Knoten, ihre Beziehungen sind Kanten. So kann eine KI Zusammenhänge verfolgen, etwa welche Projekte an einem Entscheid hängen, statt nur ähnliche Texte zu finden.

Warum es zählt: Ein Knowledge Graph zeigt, was an einem Entscheid hängt, nicht nur, wo er erwähnt wird.

Warum ist Knowledge Graph wichtig für dein Unternehmen?

Semantische Suche findet Texte, die ähnlich klingen. Sie weiss aber nicht, dass ein Epic zu einem Projekt gehört, das Projekt zu einem Markt und der Markt zu einem Strategieentscheid. Ein Knowledge Graph hält genau diese Beziehungen fest.

Für die Geschäftsleitung wird das wichtig, sobald sich etwas ändert. Mit einem Graphen lässt sich fragen: Welche Projekte, Zusagen und KI-Agenten hängen an diesem Entscheid? Der Aufwand liegt in der Pflege, denn ein Graph ist nur nützlich, wenn seine Beziehungen stimmen.

Praxisbeispiel: Was hängt an der US-Expansion?

Die Geschäftsleitung beschliesst «Strategie 2027: Fokus DACH-Mittelstand, keine US-Expansion». Sofort stellt sich die Frage: Was ist davon betroffen? Eine Volltextsuche nach «USA» liefert eine lange Liste, von der Spesenabrechnung bis zum Pitchdeck.

Ein Knowledge Graph kennt die Beziehungen: Am Markt USA hängen ein Launch-Projekt, eine Kundenzusage und ein Partnervertrag. Die Geschäftsleitung sieht direkt, wen sie informieren und was sie stoppen muss.

3 häufige Fehler, die du vermeiden solltest

  • Mit der ganzen Firma starten

    Ein Graph über alles wird nie fertig. Startet mit den Dingen, die an wichtigen Entscheiden hängen.

  • Beziehungen nur einmal erfassen

    Projekte enden, Verantwortliche wechseln. Ohne laufende Pflege zeigt der Graph einen Stand, den es nicht mehr gibt.

  • Graph gegen Suche ausspielen

    Graph und semantische Suche ergänzen sich. Die Suche findet Inhalte, der Graph zeigt, wie sie zusammenhängen.

Schritt für Schritt

  1. 1

    Die wichtigsten Dinge benennen

    Zum Beispiel Entscheide, Projekte und Kunden. Mehr braucht es am Anfang nicht.

  2. 2

    Beziehungen festlegen

    Etwa «Projekt setzt Entscheid um» oder «Kunde hat Zusage».

  3. 3

    Aus den Quellen befüllen

    Leitet Knoten und Beziehungen aus Jira, Confluence und dem CRM ab, statt sie von Hand zu pflegen.

  4. 4

    Mit einer echten Frage prüfen

    Fragt: Was hängt an unserem letzten grossen Entscheid? Stimmt die Antwort?

Bring einen wichtigen Entscheid mit.

In 30 Minuten mit Marc oder Simon zeigen wir, wo eure Arbeit heute vom Entscheid abweicht.

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