Company Brain und Kontext
Was ist ein Playbook? Definition und Praxisbeispiel
Auch: Runbook, Standardablauf
Kurz erklärt
Ein Playbook beschreibt eine wiederkehrende Aufgabe so, dass Menschen und KI-Agenten sie gleich ausführen: mit Wissen, Schritten und Freigaben. So hängt das Ergebnis nicht mehr davon ab, wer die Aufgabe gerade erledigt.
Warum es zählt: Gute Arbeitsweisen werden wiederholbar, auch wenn ein KI-Agent die Arbeit übernimmt.
- 01
Auslösen
Eine wiederkehrende Aufgabe steht an
- 02
Wissen laden
Geltende Entscheide, Regeln, Quellen
- 03
Schritte ausführen
Mensch oder KI-Agent, gleich
- 04
Freigeben
Ein Mensch prüft, was zählt
Warum ist Playbook wichtig für dein Unternehmen?
In vielen Firmen lebt das beste Vorgehen in den Köpfen einzelner Personen. Jede Angebotsprüfung, jedes Quartals-Review und jede Kundeneskalation läuft etwas anders. Für Menschen ist das mühsam, für KI-Agenten ein Problem: Ohne klare Anleitung raten sie.
Ein Playbook hält fest, welches Wissen eine Aufgabe braucht, welche Schritte folgen und wo ein Mensch freigibt. Menschen und KI-Agenten arbeiten danach, und Verbesserungen fliessen ins Playbook zurück statt in die Gewohnheit einer einzelnen Person.
Praxisbeispiel: Jedes Angebot gegen die Strategie prüfen
Nach dem Entscheid «Strategie 2027: Fokus DACH-Mittelstand, keine US-Expansion» prüft jede Sales-Leitung Angebote anders. Eine fragt nach dem Markt, eine nach der Marge, eine gar nicht. Ein KI-Assistent schreibt weiter Angebote für US-Kunden, weil ihm niemand die neue Regel gegeben hat.
Mit einem Playbook «Angebot prüfen» ist der Ablauf einmal festgehalten: Strategie und Preisliste laden, Markt und Marge prüfen, ab einer Schwelle freigeben lassen. Menschen und KI-Agenten folgen denselben Schritten, und die Geschäftsleitung sieht, welche Angebote vom Entscheid abweichen.
3 häufige Fehler, die du vermeiden solltest
Ein Dokument schreiben, das niemand nutzt
Ein Playbook ist kein Folienpaket für die Ablage. Es wird bei jeder Ausführung gelesen, von Menschen wie von KI-Agenten.
Das Wissen weglassen
Schritte allein reichen nicht. Ohne die geltenden Entscheide, Preise und Regeln arbeitet ein KI-Agent sauber nach Anleitung, aber mit dem falschen Stand.
Keine Freigaben einbauen
Wo ein Fehler teuer wird, braucht es einen Menschen, der freigibt. Ein Playbook legt fest, wo das ist, statt es dem Zufall zu überlassen.
Schritt für Schritt
- 1
Eine wiederkehrende Aufgabe wählen
Wählt eine Aufgabe, die oft vorkommt und heute jedes Mal anders läuft.
- 2
Das beste Vorgehen festhalten
Fragt die Person, die es am besten macht, und schreibt die Schritte kurz auf.
- 3
Wissen und Freigaben ergänzen
Verknüpft die nötigen Quellen und legt fest, wo ein Mensch freigibt.
- 4
Mit Menschen und KI-Agenten testen
Lasst beide danach arbeiten und vergleicht die Ergebnisse.
- 5
Nach jedem Einsatz verbessern
Was nicht passt, ändert ihr im Playbook, nicht in einer Notiz daneben.
Bring einen wichtigen Entscheid mit.
In 30 Minuten mit Marc oder Simon zeigen wir, wo eure Arbeit heute vom Entscheid abweicht.
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Verwandte Begriffe
- KI-Agent →Ein KI-Agent ist ein Programm, das mit einem Sprachmodell ein Ziel verfolgt, selbst Schritte plant und dafür Werkzeuge nutzt.
- Human in the Loop →Human in the Loop heisst, dass ein Mensch einen KI-Prozess an festgelegten Stellen prüft und freigibt, bevor er weiterläuft.
- Organisationsgedächtnis →Ein Organisationsgedächtnis ist das Wissen, das eine Firma über sich selbst behält: Entscheide, Erfahrungen und Begründungen, unabhängig von Personen.
- Company Brain →Ein Company Brain ist das gemeinsame Gedächtnis einer Firma: Es verbindet Wissen, Entscheide und Gesprächsnotizen aus den bestehenden Tools an einem Ort.