AI Monitor 2026
Weniger Arbeit. Mehr Wert.
Seite 1 von 122 Min. LesezeitVeröffentlicht am Herausgegeben von Teklens
Der AI Monitor 2026 beginnt mit unserer Perspektive als Herausgeber. KI kann heute recherchieren, analysieren, spezifizieren, coden und testen. Die Frage für Produktteams ist deshalb nicht, ob sie KI akzeptieren, sondern wie sie ihre Arbeit organisieren, damit daraus bessere Produkte entstehen. Dieses Vorwort erklärt, warum wir die Ergebnisse so lesen und was wir daraus ableiten.
Inhalt · Kurzantwort
Einordnung
Vorwort von Teklens
KI kann heute bei vielen Aufgaben mitarbeiten: recherchieren, analysieren, spezifizieren, coden und testen. Für Produktteams stellt sich damit eine konkrete Frage: Wie organisieren wir unsere Arbeit, damit aus diesen Fähigkeiten bessere Produkte entstehen?
Unsere Perspektive bei Teklens beginnt bei der Arbeit zwischen den Werkzeugen. Kundenfeedback, Produktentscheide, Jira und Code müssen zusammenpassen. Fehlt der gemeinsame Kontext, muss jemand Informationen suchen, Entscheidungen rekonstruieren und Übergaben nachführen. Genau diese Koordinationsarbeit wollen wir reduzieren.
Unser Manifest beschreibt die Prinzipien dafür: klare Ziele, menschliche Urteilskraft, gemeinsamer Kontext und kontinuierliches Lernen. Menschen bestimmen, was zählt, und verantworten die Entscheidungen. KI übernimmt geeignete Arbeit. Was das Team dabei lernt, fliesst in den nächsten Schritt ein.
Der AI Monitor ergänzt diese Perspektive um eine empirische Standortbestimmung. Er untersucht sechs Voraussetzungen für den Einsatz von KI: Führung, Menschen und Kompetenzen, technische Grundlagen, Daten, externe Rahmenbedingungen und die Fähigkeit, sich anzupassen. Die ausgewerteten Selbsteinschätzungen zeigen ein Spannungsfeld: Offenheit und Unterstützung sind vergleichsweise stark ausgeprägt. Die Fähigkeit, Strukturen und Prozesse anzupassen, bleibt dahinter zurück.
Für uns ist das ein Anlass, die Arbeitsweise genauer zu betrachten. Welche Aufgabe trägt zum gewünschten Ergebnis bei? Welche kann entfallen? Wo fehlt Wissen? Wer entscheidet und gibt frei? Erst wenn diese Fragen geklärt sind, lässt sich sinnvoll bestimmen, was vereinfacht, beschleunigt und automatisiert werden soll.
Diese Ausgabe macht die Ergebnisse zugänglich. Du kannst die sechs Dimensionen erkunden, Reifeprofile vergleichen und nachvollziehen, worauf einzelne Aussagen beruhen. Die Daten liefern Orientierung. Die Selbsteinschätzungen ersetzen keine Prüfung eurer konkreten Abläufe.
Unsere Einladung: Wähle mit eurem Team einen Arbeitsablauf, bei dem KI einen konkreten Nutzen schaffen soll. Klärt das Ziel, prüft die Voraussetzungen und haltet fest, was sich verbessert. So entsteht eine Arbeitsweise, die mit jeder Erfahrung dazulernt.
Das Teklens-Team
Die Prinzipien dahinter: unser Manifest →
Grundlage: AI Monitor 2026. Stichproben, Auswertung und Grenzen sind unter Methodik & Quellen erläutert.
Quellen
Die DACH-Analyse stammt aus der Masterarbeit von Felix Probst (Universität St.Gallen, 2026), die sich auf Deutschland und die Schweiz konzentriert und in Kooperation mit Teklens entstand. Teklens hat als Herausgeber die europäische Umfrage durchgeführt und ordnet die Befunde ein. Vollständige Zitate und Stellenverzeichnis: Methodik & Quellen.
- Probst 2026 · Probst, F. (2026). Capturing AI's Potential: How Ready Are Organisations in the DACH Region? Masterarbeit, Universität St.Gallen, in Kooperation mit Teklens. Deutschland und Schweiz, n = 64, Reifeskala 1–5, Selbsteinschätzung, explorativ.
- AI Monitor 2026, Europa · Teklens (2026). AI Monitor 2026 – European survey on organisational AI readiness, raw export of 19 August 2026. Research partners: ETH Zürich and University of St.Gallen. Internal aggregate, published on teklens.ai/ai-monitor.